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Ronja Lenz

Weltzien will im Tennisplatzstreit vermitteln

Heute war ich in der, in meinem Herzen liegenden Nachbarstadt Zella-Mehlis zu Gast.

Gemeinsam mit Mitgliedern der Basisgruppe und dem Fraktionsvorsitzenden DIE LINKE. im Stadtrat trafen wir uns zu einem Informationsaustausch über die sportliche Entwicklungsperspektive des TSV Zella-Mehlis auf der Sportanlage Köpfchen.

Im Beisein des Schatzmeisters U. Künzel, des Präsidenten des Thüringer Fechtverbandes Ingo Porfert, dem Abteilungsleiter Schwimmen Klaus Beck und anderer gab der Präsident Wolfgang Schlegelmilch einen Überblick über den Stand und Perspektive des Vereins.

 

Deutlich wurde, dass durch das große Engagement der Mitglieder und nicht unerhebliche finanzielle Eigenmittel alle drei in Erbbaurechtsverträgen befindlichen Sportanlagen Köpfchen, Tennisanlage und Falkenstein erhalten, weiter ausgebaut und den Bürgern der Stadt zur Verfügung gestellt werden konnten.

Diese Leistung ist unbezahlbar und kann nicht genug gewürdigt werden.

Dennoch ist es so, dass auch weiter investiert werden muss. Insofern wurde auch erörtert welche Möglichkeiten der Förderung über den Landessportbund, Lottomittel und den Fördertöpfen des Landes möglich sind.

 

Dabei diskutierten wir auch die teils verheerenden Auswirkungen der haushalterischen Situation des Landes. Die von der CDU erzwungene globale Minderausgabe von reichlich 300 Millionen Euro schränken die möglichen und notwendigen Investitionen in Vereinen und Verbänden deutlich ein.

Auch die späte Verabschiedung des Haushaltes der Stadt Zella-Mehlis wirkt sich negativ aus, da Fördergelder sowie Personal- bzw. Betriebskostenzuschläge erst nach der Würdigung des Haushalts durch das Landratsamt ausgezahlt werden können.

 

Dennoch gab sich der Präsident des TSV optimistisch, dass es auch trotz den Herausforderungen der Coronajahre eine gute Entwicklungsperspektive gibt. Derzeit gibt es wieder eine neue Sportart, nämlich American Football, die jetzt als eigene Abteilung betrieben wird.

Da fruchtet die Zusammenarbeit mit den Suhler Gunslingers, was mich als Fan besonders freut.

 

Zuletzt kam auch das Thema einer möglichen Verlegung der Tennisanlage aus der Talstraße zur Sprache. Es bleibt weiter ungelöst, weil die Fronten verhärtet sind.

Ich halte den kommunikativen Umgang zu diesem Thema in der Öffentlichkeit schlichtweg für eine Katastrophe.

Der Schlüssel kann nur in einem konsensorientierten Miteinander aller beteiligten Parteien liegen, das sowohl dem Tennisverein seine sportliche Entwicklung ermöglicht, als auch der herausgehobenen touristischen Bedeutung des Meeresaquariums gerecht wird.

 

Unabhängig davon fehlt mir die Fantasie, dass der Auftrag an das Planungsbüro, die Tennisplätze auf das Köpfchen zu verlegen und dabei sicherzustellen, dass die bisherig hier angesiedelten Sportarten uneingeschränkt weiter betrieben werden können, umsetzbar sei. Am Köpfchen wird damit eine langjährige, gut gepflegte Nachbarschaft zum ansässigen Gartenverein stark gefährdet, wenn klar wird, dass einzelne Parzellen unweigerlich der Erweiterung der Sportanlage zum Opfer fallen müssten.

Darüber hinaus sind die Wasserversorgung und die Zuwegung dafür nicht ausgelegt.

 

Ich biete daher an, auf neutralem Boden eine moderierte Aussprache aller beteiligten Parteien durchzuführen, um im Konsens eine gemeinsame Lösung zu präsentieren. Ich bin mir sicher, dass hier noch nichts verloren ist und am Ende sowohl Meeresaquarium, als auch der Tennisverein von neuen Möglichkeiten profitiert.